Schautag der Feuerwehr

Rosen am Muttertag bei der Feuerwehr Dollbergen.
Rosen am Muttertag bei der Feuerwehr Dollbergen.
Spektakuläre Fettbrände, Explosionen von Spraydosen, simulierte Hausbrände, Rauchgase en miniature, Rundfahrten, Schau des Fahrzeugparks – es gab am Sonntag so einiges zu entdecken bei der Feuerwache. Das Kommando hatte die Aktion am 8. Mai unter das Motto Feuerwehr zum Anfassen gestellt und so durften viele Dinge selber ausprobiert werden. Für die Kinder gab es zudem Stockbrot, das hin und wieder die Mütter über dem offenen Feuer rösten durften, weil die Kleinen grad schon wieder etwas Neues entdeckt hatten. Aber auch an die Mütter war am heutigen Muttertag gedacht worden, es gab für jede Besucherin eine Rose.

Spraydosen, die bei Sonne im Auto liegen, können überhitzen und explodieren – und das schon ab 50°C. Diese Temperatur wird selbst bei milden Außentemperaturen im Wageninneren erreicht (deshalb sollten auch nie, nie, nie Kinder oder Tiere im PKW bleiben!). Jedenfalls knallt es recht ordentlich, wenn so eine Spraydose explodiert, wie eindrucksvoll im abgesperrten Bereich auf der Wiese hinter der Feuerwache demonstriert wurde.

Ebenso effektvoll spielte sich die Demo eines brennenden Topfes mit Fett ab, bei der zunächst nur ein wenig Wasser zugefügt wurde: der Wasserdampf reißt die Flammen explosionsartig mit.
Wenn sich bei einem Schwelbrand Rauch bildet, gibt es bei plötzlicher Luftzufuhr eine Durchzündung der heißen Rauchgase, auch das konnte beobachtet werden, sowie die falsche und richtige Drucklüftung.

Auch eine Gruppe von Flüchtlingen aus der Sammelunterkunft war eingeladen worden, sich die Abläufe bei den Freiwilligen anzusehen und auszuprobieren. Die erste erstaunte Frage ging an Feuerwehrfrau Pia, ob sie tatsächlich bei der Feuerwehr arbeite, da die Emanzipation in diesen Berufen in den Herkunftsländern noch nicht so weit fortgeschritten ist.

Die öffentliche Übung diente dem zwanglosen Kontakt zwischen Bevölkerung und Freiwilliger Feuerwehr. Man wollte Interesse wecken und vielleicht hat es ja den einen oder anderen gepackt, bei den aktiven Kameraden einzutreten, das Kind bei der Jugendwehr anzumelden – oder die Ortswehr zumindest durch eine Mitgliedschaft im Förderverein zu unterstützen.

Wenigstens ein neues Mitglied, Nummer 139, gibt es nun jedenfalls im Förderverein: die erst 16 Tage alte Tochter von Kamerad „Landmann“ – stilecht im FF-Uniform-Body – wurde von den stolzen Eltern beim FoeFeu eingetragen, rückwirkend ab Geburt.