Aktion Klaes Garten

Feuerwehr-Fahrzeug

Die Feuerwehr stellt sich vor: Im Baugebiet Klaes Garten (sprich: Kla-es) zeigten am Freitag die Erste Gruppe der Ortswehr Dollbergen und die Jugendfeuerwehr ihr Können.

TatüüTataa – die Feuerwehr war da

Am Abend des 31. August 2007 wurde es unruhig im Neubaugebiet am Pröben Weg. Erst einer, dann zwei LKW der Freiwilligen Feuerwehr fuhren mit Blaulicht in Klaes Garten ein, und am Ende waren es gar drei große Feuerwehr-Löschzüge und das Jugend-Mobil der Ortswehr Dollbergen.

Aber zum Glück brannte es nirgends. Es handelte sich hier um eine Werbeaktion der Ortswehr, der Jugendwehr und des Fördervereins der Feuerwehr Dollbergen.
Die Minis der Jugendwehr waren zuerst am Spielplatz Klaes Garten, um ihr Können zu demonstrieren und bauten ihre Übungsstrecke auf. Dann folgten die ‚Großen‘ und verlegten eine Schlauchstrecke zur nächsten Wasserentnahme. Routiniert wie alte Feuerwehrmänner gaben die Kurzen die Kommandos weiter. „Wasser Marsch!“ und die anvisierten Plastikflaschen, die man zuvor aufgestellt hatte, flogen, vom gezielten Wasserstrahl getroffen, von der Kiste.

Unter den staunenden Augen der inzwischen eingetroffenen Zuschauer zeigten auch die Männer der Ersten Gruppe der Ortswehr ihre Fähigkeiten. Gruppenleiter Christian Hennigs erklärte währenddessen die Vorgänge: die Wasserwand zum ersten Löschangriff, das Herunterkühlen der Rauchgase an Wohnungs-Decke, bevor sie durchzünden können, wie lange die Atemluft in den Flaschen der beiden mit Atemmasken ausgestatteten Kameraden ausreicht, und etliches mehr.

Die Kinder der Siedlung ließen sich nicht lange bitten und unterstützten die Jugendwehr nach Kräften beim Abschießen der Flaschen. Und als dann die Feuerwehrleute ihre Einsatzwagen öffneten und die Ausrüstung erklärten, gab es kein Halten mehr: die Wagen wurden von innen und außen genauestens inspiziert. Sogar aufs LKW-Dach wurde geklettert, auch wenn man dafür Schlange stehen musste. Gegen 20:00 Uhr war die öffentliche Übung beendet und der Abend klang am Feuerwehrgerätehaus mit Bratwurst und Geselligkeit aus.

Ziel der Demonstrationen war, die Bürger für die Arbeit der Wehr zu interessieren, neue Mitglieder für die Freiwillige Feuerwehr des Ortes und den Förderverein zu gewinnen und Kinder für die Teilnahme an der Jugendwehr zu begeistern. Der Förderverein der Feuerwehr Dollbergen hatte die Aktion organisiert, um den Bürgern die Arbeit der Brandbekämpfer näher zu bringen und für Brandschutz zu sensibilisieren.

Gerade in den modernen, hervorragend isolierten, Neubauten sei bei einem Feuer der vorhandenen Sauerstoff schnell verbraucht, giftige Rauchgase der schwelenden Kunststoffe breiten sich aus. Die verbleibende Zeit, um sich ins Freie zu retten, reduziere sich daher auf knappe drei Minuten! Falls man das Feuer rechtzeitig genug bemerkt. Ein Rauchmelder kann da sehr nützlich sein. (Eine Demo zur Anwendung findet am Samstag, 08. September, im Zuge der Aktion ‚Überprüfung von Feuerlöschern‘ statt.)

Die Größe der Löschfahrzeuge müsste auch den letzten Hausbesitzer der Siedlung am Pröben Weg überzeugt haben, die Zufahrten zu den Grundstücken für Rettungsfahrzeuge offen zu halten. Das gilt auch für den immer wieder angemahnten Heckenschnitt (im ganzen Dorf), der im Ernstfall das schnelle Eintreffen der Wehr verhindern könnte.

Also, wer schon immer mal in Uniform eine gute Figur machen wollte, nachts im roten Feuerwehrauto mit Blaulicht durch die Straßen jagen möchte, nebenbei noch echte Kameradschaft erleben und hautnah erfahren will, wie das ist, mit dem Retten, Schützen, Löschen und Bergen, der sollte nicht zögern, mit dem Ortsbrandmeister in Kontakt zu treten. Die nehmen übrigens auch Frauen! FF im Internet: www.ff-dollbergen.de
Der Nachwuchs fängt kleiner an, Jugendwart Bernd Grunert gibt gerne Auskunft über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Link zur Webseite JF: www.jf-dollbergen.de

Nicht jeder kann und will als Aktiver bei der Feuerwehr mittun, möchte aber trotzdem etwas für die Ortswehr leisten. Hier bietet sich die Möglichkeit, die Kameraden über den Förderverein zu unterstützen. Entweder indem man in den Verein eintritt oder mit Spenden dazu beiträgt, die Feuerwehr des Ortes so gut wie möglich auszurüsten. Sowohl Beiträge als auch Spenden sind steuerlich absetzbar.